Halloween-Special

Das Rascheln am Laternenweg
Am Halloweenabend stellte Wumi zwei Kürbislaternen neben den Weg zum Baumhaus. Hopsi hielt die kleine Batterielaterne, damit Wumi den Boden sehen konnte.
„Noch drei Schritte bis zum letzten Kürbis“, sagte Wumi. Die beiden gingen langsam über den vertrauten Weg. Hinter ihnen leuchteten die Fenster des Baumhauses. Drinnen bereiteten Mucki und Eddi die Feier vor.
Da raschelte es. Hopsi blieb stehen. Wumi blieb ebenfalls stehen. Das Rascheln kam von der Bank unter der großen Eiche.
„Bestimmt nur der Wind“, flüsterte Wumi. Doch gerade bewegte sich kein einziges Blatt am Baum. Unter der Bank raschelte es wieder. Dann klang ein leises Klopfen.

Hopsi hielt die Laterne fester. „Vielleicht möchte ich lieber zurück.“ Wumi nickte. „Dann gehen wir zurück. Das Rätsel läuft uns nicht weg.“ Gemeinsam kehrten sie zum Baumhaus zurück.
Mucki hörte aufmerksam zu. Eddi blickte zur Bank hinüber. „Ich habe dort vorhin meine Papiertüte mit den Girlanden abgestellt“, sagte er. „Vielleicht ist sie umgefallen.“
„Wir können vom Weg aus nachsehen“, schlug Mucki vor. „Wir müssen nicht ins Gebüsch.“ Hopsi überlegte. „Zusammen möchte ich es versuchen.“
Die vier Freunde gingen bis zur ersten Kürbislaterne. Wumi hielt das Licht tief, damit es niemandem in die Augen schien. Mucki blieb neben Hopsi. Eddi stellte sich auf die Zehenspitzen.
Nun sahen sie die Papiertüte unter der Bank. Sie bewegte sich ein kleines Stück. Raschel. Klopf. Raschel. Dann wurde es still.
„Meine Tüte hat keine Beine“, flüsterte Eddi. Mucki legte einen Finger an die Lippen. „Warten wir einen Moment.“
Sie warteten. Niemand zog an der Tüte, niemand schob einen Stock darunter.
Wumi stellte seine Laterne auf den Weg. Das Licht reichte bis zur Bank. Eine kleine Nase erschien am offenen Tütenrand. Dann zwei runde Augen.
Schließlich huschte eine Waldmaus heraus. Im Maul trug sie ein trockenes Blatt. Hopsi atmete hörbar aus. „Du bist ja winzig!“ Die Maus verschwand unter einer Wurzel. Einen Augenblick später kam sie noch einmal zurück und holte ein zweites Blatt.
Eddi grinste. „Ich hatte beim Basteln Herbstblätter mit in die Tüte gelegt.“ „Und unsere Besucherin hat sie entdeckt“, sagte Mucki. „Die Tüte hat beim Bewegen geraschelt. Dabei ist sie gegen das Bankbein gestoßen.“
Wumi zeigte auf eine Stelle neben der Wurzel. „Dort lassen wir ein paar trockene Blätter liegen.“ Sie warteten, bis die Maus wieder verschwunden war. Dann sammelte Eddi die leere Tüte ein und legte die übrigen Blätter behutsam ab.
Auf dem Rückweg hüpfte Hopsi einmal über einen kleinen Ast. „Ich hatte wirklich
Angst“, sagte er. „Und du hast es uns gesagt“, antwortete Wumi. „So konnten wir
zusammen überlegen.“
Im Baumhaus gab es warme Getränke und Kürbiskekse. Mucki malte eine kleine
Maus auf ein Blatt Papier. Eddi zeichnete eine riesige raschelnde Tüte dazu.
„Unser Halloweenrätsel“, sagte Hopsi. Unter das Bild malte er vier Laternen. Eine
für jeden Freund. Draußen raschelte es noch einmal.
Diesmal lächelten sie und ließen die kleine Nachbarin in Ruhe.

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