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Halloween-Special

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Warum leuchten heute Kürbisse?

Vor dem Baumhaus stand ein Kürbis. Er hatte zwei runde Augen und ein Lächeln, das fast bis zum Stiel reichte. Wumi hatte das Gesicht mit einem dicken Stift aufgemalt.


„Heute ist Halloween!“, rief Hopsi. Er hüpfte mit seinen selbst gebastelten Fledermausflügeln um den Kürbis herum. Eddi hielt eine Papiergirlande hoch. Nur Mucki saß noch über einem Buch.


„Was ist Halloween eigentlich?“, fragte Wumi. „Ein Geburtstag für Kürbisse?“ Eddi kicherte. „Dann brauchen wir einen sehr großen Kuchen!“


Mucki schob seine Brille zurecht. „Halloween ist jedes Jahr am 31. Oktober. Viele Menschen verkleiden sich, schmücken ihre Häuser und feiern zusammen. Aber nicht jede Familie macht mit.“

„Und warum?“, wollte Hopsi wissen. Mucki blätterte vorsichtig um. „Das Fest hat eine lange Geschichte. In Irland feierten Menschen schon vor sehr langer Zeit ein Fest namens Samhain. Es gehörte zum Beginn der Winterzeit. Die Ernte war eingebracht, und die dunklen Monate kamen.“


Wumi schaute zu den bunten Blättern vor dem Fenster. „So wie jetzt im Herbst?“
Mucki nickte. „Später kamen verschiedene Bräuche zusammen. Halloween liegt auch direkt vor Allerheiligen, einem christlichen Feiertag am 1. November.“


Eddi betrachtete den Kürbis. „Aber wer hat ihm denn als Erster ein Gesicht gegeben?“ Mucki drehte das Buch zu seinen Freunden. Auf dem nächsten Bild war etwas Rundes zu sehen, das gar kein Kürbis war.

​

„Eine Rübe?“, fragte Wumi erstaunt. „Ja“, sagte Mucki. „In Irland wurden früher auch Rüben zu Laternen geschnitzt. In Amerika wurden dann Kürbislaternen beliebt. Heute kennen viele Menschen die leuchtenden Kürbisgesichter.“

​Hopsi streckte die Flügel aus. „Und ich darf eine Fledermaus sein?“ „Natürlich“, sagte Wumi. „Du kannst auch ein Zauberer sein. Oder einfach Hopsi.“


„Manche Kinder gehen verkleidet mit Erwachsenen zu Nachbarn“, ergänzte Mucki.
„Sie sagen: Süßes oder Saures! Oft bekommen sie eine Kleinigkeit.“


Eddi zog die Nase kraus. „Muss man etwas Saures essen?“ „Nein“, lachte Wumi.
„Das ist ein Spruch. Wir bleiben freundlich, auch wenn jemand nichts geben möchte.“


Hopsi sah die Papiergespenster an. „Müssen wir uns dabei erschrecken?“ Wumi legte ihm eine Pfote auf die Schulter. „Nur so viel, wie es dir Spaß macht. Wenn du Stopp sagst, hören wir auf.

Nun hatte jeder eine Idee. Eddi hängte seine lustigen Gespenster auf. Mucki stellte eine kleine Batterielampe in eine fertige Kürbislaterne. Hopsi erfand einen Fledermaustanz. Wumi holte Apfelscheiben und Kekse.


Als es dämmerte, saßen die vier Freunde vor dem Baumhaus. Zwischen ihnen leuchtete der Kürbis. Er sah nicht gefährlich aus. Er sah aus, als würde er sich über Besuch freuen.


„Jetzt weiß ich, was unser Halloween ist“, sagte Wumi. „Ein Abend mit ein bisschen Kribbeln und ganz viel Zusammensein.“ „Und Kürbissen ohne Geburtstag!“, ergänzte Eddi.

 

Da lachten alle vier.

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