Hinter jedem Felsen wartet eine Frage
Im Geheimnisgebirge führen verschlungene Wege zwischen hohen Gipfeln hindurch. Alte Brücken, verborgene Höhlen und glitzernde Steine erzählen von Entdeckungen, die noch längst nicht zu Ende sind.
Begleitet WUMI und seine Freunde zum Adlerfelsen, zur alten Bergbahn und zu den vergessenen Minen. Hier helfen ein aufmerksamer Blick, gute Fragen und die Ideen aller vier Freunde beim Weiterkommen.

Der Weg hinter dem Adlerfelsen
Die alte Bergbahn wartete bereits am kleinen Bahnhof, als WUMI und seine Freunde das Geheimnisgebirge erreichten. Ihre hölzernen Wagen glänzten in der Morgensonne, und neben dem Bahnsteig standen Blumenkästen, aus denen noch die letzten Sommerblüten schauten. HOPSI suchte sich einen Fensterplatz, während MUCKI neugierig die Räder betrachtete. Wenig später ratterte die Bahn langsam den Hang hinauf und trug die vier zwischen goldenen Bäumen und grauen Felsen hindurch.
An der oberen Station öffnete WUMI seine Karte. Ihr Ziel war der Adlerfelsen, eine große Felsformation, die aus der Ferne tatsächlich wie ein Vogel mit ausgebreiteten Schwingen aussah. Dahinter sollte ein Wanderweg zur alten Steinbrücke führen. EDDI hatte sich besonders auf diesen Ausflug gefreut, denn von der Brücke aus konnte man angeblich tief in das Tal hinuntersehen.
Der Weg zum Adlerfelsen war leicht zu finden. Schwieriger wurde es erst dahinter, wo sich der Pfad zwischen mehreren Felsblöcken teilte. Auf WUMIs Karte war nur eine Linie eingezeichnet, doch vor ihnen lagen drei schmale Wege. Einer führte bergauf, einer verschwand zwischen Farnen und der dritte verlief an einer Felswand entlang.
EDDI wollte gerade den oberen Pfad ausprobieren, als MUCKI auf einen kleinen Wegweiser deutete. Er war vom Aussichtspunkt aus kaum zu sehen gewesen. Darauf befand sich das Bild einer Brücke, und der Pfeil zeigte zu den Farnen. WUMI nickte erleichtert, und gemeinsam gingen sie weiter, bis sie an mehreren verborgenen Höhlen vorbeikamen.
Vor den Eingängen blieb die Luft angenehm kühl. Aus einer Öffnung hörten sie Wasser tropfen, aus einer anderen wehte ein leiser Luftzug. HOPSI hielt seine Ohren still und versuchte herauszufinden, ob die Tropfen immer im gleichen Abstand fielen. MUCKI zählte eine Weile mit, doch dann kamen zwei Tropfen so dicht hintereinander, dass beide lachen mussten.
Hinter der nächsten Biegung lag die alte Steinbrücke. Sie spannte sich über einen Bach, der zwischen runden Felsen hindurch ins Tal sprang. Die Freunde gingen langsam hinüber und betrachteten die moosigen Steine. Auf der anderen Seite entdeckten sie den Eingang zur geheimnisvollen Höhle, in die ein breiter Streifen Tageslicht fiel.
Vom Eingang aus konnten sie ein ruhiges Wasserbecken und schimmernde Kristalle sehen. WUMI setzte sich auf einen trockenen Stein, während die anderen dicht neben ihm Platz nahmen. An der Höhlendecke spiegelte sich das Licht des Wassers, sodass die Felsen beinahe lebendig wirkten.
Auf dem Rückweg führte der ausgeschilderte Pfad an den vergessenen Minen vorbei. Vor einem alten Stolleneingang stand eine Lore auf rostigen Schienen. MUCKI betrachtete die glitzernden Spuren im Gestein und fragte sich, welche Steine hier früher wohl gefunden worden waren.
Als die Bergbahn sie später wieder ins Tal brachte, ergänzte WUMI den kleinen Wegweiser auf seiner Karte. EDDI schaute ihm dabei zu und lächelte. Beim nächsten Besuch würden sie wissen, wo sie abbiegen mussten. Für heute lehnte er sich zurück und ließ die hohen Gipfel am Fenster vorbeiziehen.








