Platz für große Träume und eigene Ideen
Hoch über den vertrauten Wegen liegt das Wolkenreich. Luftbrücken verbinden schwebende Inseln, auf der Sternenwiese beginnt es abends zu leuchten und hinter weichen Wolken erhebt sich die Wolkenburg.
Hier dürfen Gedanken wandern und neue Ideen wachsen. Entdeckt den bunten Wolkenmarkt, genießt den Regenbogenblick und begleitet die Freunde auf einem Abenteuer zwischen Himmel und Fantasie.

Cloud Kingdom
Ein Windrad für die Sternenwiese
Auf dem Wolkenmarkt wehte ein sanfter Wind zwischen den Ständen hindurch. Er bewegte die hellen Stoffdächer, strich über wolkenförmige Kissen und brachte eine ganze Reihe bunter Windräder zum Drehen. HOPSI stand wie verzaubert davor. Besonders eines hatte es ihm angetan: Seine Flügel waren blau, orange, grün und violett, genau wie die Lieblingsfarben der vier Freunde.
WUMI kaufte das kleine Windrad für ihren gemeinsamen Ausflug. HOPSI durfte es zuerst tragen und hielt es vorsichtig vor sich, während sie den Markt verließen. Ihr Weg führte über eine Luftbrücke zur Wolkenburg, deren helle Türme aus den weichen Wolken ragten. Von der Brücke aus sahen sie schwebende Gärten und kleine Inseln, die wie grüne Kissen im Himmel lagen.
Mitten auf der Brücke begann sich das Windrad besonders schnell zu drehen. HOPSI blieb stehen, sodass WUMI beinahe in ihn hineingelaufen wäre. Alle vier schauten zu, wie die Farben ineinanderflossen. Doch kaum hatten sie den geschützten Innenhof der Wolkenburg erreicht, standen die Flügel still.
HOPSI pustete dagegen. Das Windrad machte eine halbe Drehung und blieb wieder stehen. Er versuchte es noch einmal, diesmal so kräftig, dass seine Ohren wackelten. EDDI kicherte, doch HOPSI wirkte enttäuscht. Eben hatte sich das Rad noch so schön gedreht, und jetzt wollte es plötzlich nicht mehr.
MUCKI nahm es vorsichtig in die Pfoten und betrachtete die Flügel. Sie waren heil und ließen sich leicht bewegen. Dann zeigte er auf die hohen Mauern des Innenhofs, hinter denen kaum ein Luftzug zu spüren war. Gemeinsam gingen sie zu einem offenen Torbogen. Dort setzte sich das Windrad sofort wieder in Bewegung.
HOPSI lächelte erleichtert und überließ MUCKI für eine Weile das Tragen. Auf dem Weg zum Regenbogenblick probierten sie aus, an welchen Stellen der Wind stärker oder schwächer wehte. Manchmal mussten sie nur ein kleines Stück zur Seite treten, damit sich die Flügel drehten.
Am Aussichtspunkt lag ein weiter Wolkenhimmel vor ihnen. Zwischen zwei hellen Wolkenbänken spannte sich ein Regenbogen, und für eine Weile vergaßen sie sogar ihr Windrad. WUMI setzte sich auf die Bank, EDDI kuschelte seinen Schwanz um die Füße, und HOPSI suchte am Himmel nach einer Wolke, die wie eine Karotte aussah.
Als es später dämmerte, erreichten sie die Sternenwiese. Zwischen den Grashalmen begannen kleine sternförmige Blüten zu leuchten. EDDI steckte das Windrad neben der Bank in die Erde, wo eine leichte Brise über die Wiese zog.
Die vier setzten sich nebeneinander und schauten zu, wie sich die bunten Flügel langsam drehten. Über ihnen erschien der erste Stern. HOPSI lehnte sich zufrieden zurück und fand, dass ihr Windrad einen wunderbaren Platz für diesen Abend bekommen hatte.








